Marcel Hein

Wie wird man Hundehotelinhaber?

Als Kindergartenkind in Bad Harzburg wurde Marcel von einem Schäferhund ins Gesicht gebissen -die Wunde diente ihm allerdings lediglich dazu, seine Eltern prima zu erschrecken. Angst vor Hunden hatte er trotzdem nicht.

Als achtjähriger durfte er in Düsseldorf den West Highland White Terrier ‚Johannes’ seiner Großmutter ausführen, wobei er auch mal unerlaubterweise die Leine abmachte um dem Terrier was zu gönnen.

Als Teenager hat er die Ferien immer auf Barbados bei seiner Mutter verbracht, die dort unter anderem mit acht Hunden lebte.  

Erst mit 32 Jahren kam Marcel in Hamburg zum eigenen Hund. Den übernahm er von seinem Vater weil dieser die notwendige Zeit für den Hund nicht mehr aufbringen konnte.

Zwei Jahre später begann er das Fernstudium der Tierpsychologie bei der Akademie für Tiernaturheilkunde mit den Schwerpunkten Hund und Pferd.

Auch begann er direkt als Hundetrainer zu arbeiten und gelangte so an die ersten zu betreuenden Hunde. Da er bereits einen VW-Bus besaß, war es für ihn ein Leichtes auch gleich als Dogwalker zu arbeiten.

Er beendete sein Tierpsychologiestudium im Dezember 2003 und erhielt das Diplom.

Er wurde Anna-Caroline auf der Wiese am Kupferteich, auf der sich heute ein Golfplatz befindet, deswegen als der ‚Hundeflüsterer‘ vorgestellt. Über diesen albernen Ausdruck kamen die beiden gut ins Gespräch. 

Marcel und Anna trafen sich immer öfter zufällig und begannen dann irgendwann sich zu verabreden. Gemeinsam unterwegs mit manchmal 20 Hunden machte noch mehr Spaß.

Anna übernahm von einer Kundin den schwierigen, türkischen Mischlingshund ‚Caspar’.

Erst im Frühjahr 2005 nach den ersten gemeinsamen Sitzungen zur Gründung der Hamburger Hundelobby kamen sie sich aber wirklich näher. Im September hielten sie zum ersten Mal schüchtern Händchen, als sie gerade rein zufällig vor dem Wolfsgehege im Wildpark ‚Schwarze Berge‘ standen.

Daraufhin unternahmen sie Ende 2005 ihre erste gemeinsame Reise zu den Wolfswinkeler Hundetagen bei der Gesellschaft für Haustierforschung.

Gemeinsam belegen sie in den kommenden Jahren verschiedene Seminare und Fortbildungen u. a. bei P.D. Dr. Dr. habil Udo Gansloßer, Günther Bloch, Nadin Matthews, Perdita Lübbe-Scheuermann, Dorit Feddersen-Petersen, Michael Grewe, Jan Nijboer

Ende des Jahres begruben sie Marcels treuen Golden Retriever ‚Tomtom‘ auf einem Hügel mit Blick über die Elbe. 

Ein kleines gemeinsames Häuschen in der Lüneburger Heide ermöglichte es den beiden mehr Hunde auch über Nacht zu betreuen.

Ihre beiden GassiService-Unternehmen fusionierten. Die Hein GbR wird gegründet.

Anfang 2006 zog Marcels Dobermannhündin ‚Kira’  bei ihnen ein.

Im Dezember 2006 erblickten ihre Wolfhundmischlinge Jacuzzy und Harley in Hittfeld das Licht der Welt und sie lernten sie im Alter von knapp zwei Wochen kennen. 

Am 10. Februar 2007 zogen die beiden Wolfhund/Malamutemischlinge bei ihnen ein.

Im November 2007 eröffneten sie die Hundetagesstätte Dogs and the City in Winterhude.

Mitte 2007 erlag Annas Hund ‚Ferris‘ seinem fürchterlichen Krebsleiden.

Anfang 2008 folgte ihm sein altersschwacher Freund ‚Caspar‘ und auch die geliebte ‚Kira‘ erlag kurz darauf sehr plötzlich ihrem Herzleiden nachdem sie gerade noch fröhlich eine Runde über die Hundefreillauffläche im Höltigbaum gerannt war. Gemeinsam mit der Urne von ‚Ferris‘ sind alle drei zusammen an einer verwunschenen Biegung des Flusses Luhe beerdigt.

Im Juli 2007 übernahm Anna den polnischen Wildmops ‚Benny‘ von einer Kundin.

Ausserdem wurde im selben Monat ‚Zunámi‘ der Harlekin Toypudel geboren. Der zog nach 11 Wochen bei Anna ein, während sein Bruder ‚Yobbi‘ tatsächlich bei ‚Paula‘ einzog.

Im August 2009 wird die Hein GbR Ausbildungsbetrieb und darf zukünftig Tierpfleger und Tierpflegerinnen in ihrer Hundetagesstätte ausbilden.

Im November 2009 wird Anna-Caroline als Sachverständige für die Durchführung von Gehorsamsprüfungen anerkannt (befristet bis 2014).

Im Dezember 2009 heiraten Anna-Caroline und Marcel Hein mit ihren zwei Wolfhunden, dem Wildmops und einem Toypudel auf dem Arm in der malerischen, alten Mühle von Salzhausen.

Ihre Flitterwochen verbringen sie völlig hundefrei auf einer Harley Davidson in Florida. Als sie im Januar 2010 wieder nach Hause kommen sind sie mysteriöserweise im Besitz des Dobermanns ‚Manfred‘.

Im April 2011 verliebt Marcel sich in ‚Sarah‘ einen Chihuahuamischling. Nachdem sie ihm kräftig in die Nase gebissen hatte, beschließt er sie zu behalten.

Von Mai 2011 bis April 2012 waren Marcel und Anna-Caroline Hein an der dreißigtägigen Grundausbildung ‚dogument Basics‘ anwesend.

Im Herbst 2011 kaufen sie einen Resthof in Dithmarschen und eröffnen 2012 dort das Hundehotel-Hein.

Seit 2012 sind sie nun als Dozenten im Bereich Dogwalking bei dogument tätig.

Anna-Caroline und Marcel Hein engagieren sich nun vermehrt für Wolfhunde. Sie nehmen sie auf (was vielen herkömmlichen Tierheimen nicht möglich ist) und resozialisieren sie bis sie wieder vermittelt werden können. Seit Anfang 2014 auch eng in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Clubs für Tschechoslowakische Wolfhunde Deutschland e. V..

Im Dezember 2012 erhält Anna-Caroline Hein den ‚Hundeführerschein -Sachkundenachweis‘ nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein.

Im Mai 2013 beantragen sie die Erlaubnis gemäß §11 Abs. 1 Nr. 8a zur gewerbsmäßigen Haltung von Wirbeltieren.

Im November 2013 bekommt Marcel Hein die Zuerkennung der fachlichen Eignung gemäß §30 Absatz 6 des Berufsbildungsgesetzes durch die IHK Flensburg und darf nun auch in Schleswig Holstein weiter Tierpfleger und Tierpflegerinnen ausbilden.

Im selben Monat erhält Marcel Hein den ‚Hundeführerschein -Sachkundenachweis‘ nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein.

Im Februar 2014 beendet Manon Jamila Westphal mit Bestnoten ihre Ausbildung zur Tierpflegerin im Hundehotel Hein und erleichtert Familie Hein mit unglaublichen Überredungskünsten um den Dobermann ‚Manfred‘.

Im Juli 2014 erhalten Anna-Caroline und Marcel Hein endlich schriftlich die Erlaubnis gemäß §11 Abs. 1 Nr. 8a zur gewerbsmäßigen Haltung von Wirbeltieren befristet bis 2016.

Im Dezember 2014 erben sie den 15 jährigen, blinden, tauben, inkontinenten und bissigen Zwergpudel ‚Duffy‘ von einer Kundin.

Die Erlaubnis der gewerblichen Hundeausbildung gemäß §11 Abs. 1 Nr. 8f haben sie im April 2014 bereits schriftlich und fristgemäß beantragt und warten auf eine Antwort…